Das Spektrum von Caesium – Kunst und Architektur
Mit WELLENGANG und CAESIUMUHR überträgt die Künstlerin Ricarda Mieth physikalische Gesetzmäßigkeiten in ein atmosphärisches Farbspiel, das Architektur, Wissenschaft und Wahrnehmung auf beeindruckende Weise miteinander verknüpft.
Sanftes Wasser,
tiefe Entspannung,
neue Energie.
Entfliehen Sie dem Alltag und erleben Sie pure Entspannung in einer Welt aus Wärme, Wasser und Achtsamkeit. Tanken Sie neue Kraft, fördern Sie Ihre Resilienz und genießen Sie wertvolle Wohlfühlmomente für Körper und Seele.

WELLENGANG
Die zweiteilige Installation WELLENGANG verleiht dem 30 m langen, verglasten Gang zwischen Umkleidebereich und Therme Farbe und Identität. Der atmosphärische Farbverlauf entlang der Außenglasfassade und den Wandflächen ober- und unterhalb der Innenglasfassade zitiert das Emissions-und Absorptionsspektrum von Caesium.
Das Farbspiel der spezifischen Spektrallinien – übersetzt in Streifen aus Echtantikglas und Mosaikglasfliesen - reicht von rot bis violett und verweist auf das 1860 im Quellwasser der Saline entdeckte Element.
Der WELLENGANG bespielt den Übergang zur Therme vom Alt- zum Neubau.
50 filigrane, farbige Bänder aus Antikglas auf 26 Trägerscheiben markieren die 11 großen Fensterelemente im Gang der nach Südwesten ausgerichteten Außenglasfassade und reflektieren bei Sonnenlicht auf den Boden.
125.790 farbige Mosaikglassteine pixeln das sichtbare Spektrum (740-380 nm) zwischen infrarot und ultraviolett und inszenieren die beiden keilförmigen Wandflächen, die sich durch den Versatz der alten zur neuen Fassaden ergeben.
Die Spektrallinien waren entscheidend für die Entdeckung von Caesium.
Seit 1847 durfte sich Dürkheim offiziell zu den „Soolbädern“ zählen. Auf der Suche nach salzreicheren Quellen stieß man in den Jahren 1857-1859 in 294m Tiefe auf erfolgsversprechendes Salzwasser – die Maxquelle.
Caesium war das erste spektroskopisch entdeckte Element der deutschen Wissenschaftler Robert Bunsen und Gustav Kirchhoff, die mit der Spektralanalyse ein bahnbrechendes Verfahren zur Bestimmung von Elementen erfunden hatten. Bei der Analyse der Maxquelle haben sie das neue Element entdeckt und Caesium getauft. Damit ging die Dürkheimer Maxquelle in die Geschichte der Chemie ein.



CAESIUMUHR
Anstelle eines gewöhnlichen, analogen Ziffernblattes beschreiben farbige Antikglasstreifen das Emissionsspektrum von Caesium und verweisen damit auf die ultrapräzise Definition einer Sekunde. Ricarda Mieth verwandelt den Zeitmesser in ein poetisches Objekt, das die unsichtbare Ordnung der Atome in ein Spiel aus Licht und Farbe übersetzt.
Die CAESIUMUHR leuchtet im Eingangsbereich der Salinarium Bad Dürkheim Therme – eine Funkuhr mit Sekundenzeiger.
Eine Sekunde entspricht der Zeitspanne, in der die Elektronen des Caesium-133-Atoms im Grundzustand exakt 9.192.631.770 mal schwingen.
Caesium-Atomuhren werden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig betrieben. Sie liefern seit 1991 die Sekunde der gesetzlichen Zeit in Deutschland und können über den Zeitzeichensender DCF77 empfangen werden.
Mit Eintritt in den Umkleidenbereich lassen die Besucher der Therme den Sekundentakt der hauseigenen CAESIUMUHR für eine Auszeit hinter sich.
